Sperrgrund im Detail · Kategorien
Sperrgrund Kategorien:
Was das Unternehmen ist – nicht was es hat.
Die Kategorie ist das deutlichste Signal dafür, wofür Google ein Profil hält. Steht dort die falsche Hauptkategorie oder eine Sammlung von Leistungsbegriffen, beschreibt das Profil nicht mehr den Betrieb – und landet in der Prüfung.
Was Google zu Kategorien verlangt
Die Kategorieangaben sind kein Marketingfeld. Google nennt vier Vorgaben:
- So wenige Kategorien wie möglich Die Kategorien sollen das Kerngeschäft beschreiben. Ein Profil mit acht Einträgen beschreibt kein Kerngeschäft mehr.
- So präzise wie möglich Eine genaue Kategorie ist besser als mehrere allgemeine. Wählen Sie Ihre spezifische Kategorie – allgemeinere ergänzt Google selbst.
- Kategorien sind keine Keywords Wer Kategorien als Suchbegriffsammlung nutzt, beschreibt Merkmale statt die Branche – und verstößt gegen die Richtlinie.
- Keine fremden Kategorien Wenn ein anderes Unternehmen in Ihren Räumen sitzt (Café in der Buchhandlung, Geldautomat im Supermarkt), bekommt nur Ihr eigener Betrieb Ihre Kategorien.
Wichtig für die Praxis: Google leitet aus einer spezifischen Kategorie automatisch passendere Oberbegriffe ab. Wer „Golfresort" wählt, bekommt „Resorthotel", „Hotel" und „Golfplatz" nicht zusätzlich eingetragen – sie kommen von selbst. Zusätzliche Kategorien bringen also nichts, kosten aber Glaubwürdigkeit.
Offizielle Grundlage: Grundlegende Richtlinien für Google Unternehmensprofile.
Warum die Kategorie sperrrelevant ist
Die Kategorie steuert, für welche Suchanfragen ein Profil überhaupt als relevant gilt. Steht dort etwas Falsches, entsteht ein Profil, das den Betrieb nicht zutreffend darstellt – und genau das prüft Google. Zwei typische Muster:
Das Sammelbecken
Ein Handwerksbetrieb trägt „Handwerker", „Renovierung", „Maler", „Trockenbau" und „Fliesenleger" ein, um in jeder Suche aufzutauchen. Das Profil wirkt wie ein Verzeichnis, nicht wie ein Betrieb. Richtig wäre die eine Kategorie, die das Kerngeschäft trifft – die übrigen Leistungen gehören ins Feld Leistungen.
Die Wunschkategorie
Ein Abhol- und Lieferdienst trägt sich als „Restaurant" ein, weil das häufiger gesucht wird. Damit bewirbt das Profil eine Leistung, die es nicht erbringt – ein Zuordnungsproblem, das bei einer Prüfung auffällt.
Zusätzlich gilt: Wer zentrale Profilangaben häufig ändert, löst eher eine erneute Prüfung aus als jemand, der einmal richtig einstellt. Kategorien sind keine Testfläche für Suchbegriffe.
Beispiele: richtig und falsch
Diese Gegenüberstellungen stammen aus Googles eigener Richtlinie:
| Betrieb | Passende Kategorie | Unpassend |
|---|---|---|
| Pizzalieferdienst | Pizzalieferdienst, Pizza zum Mitnehmen | Bringdienst für Essen, Restaurant mit Essen zum Mitnehmen |
| Motel mit Pool | Motel | Hotel, Schwimmbad |
| Fast-Food-Restaurant | Fast-Food-Restaurant, Burgerrestaurant | Dessertrestaurant |
| Fitnessstudio, 24 Stunden | Fitnessstudio | Fitnessstudio, Schwimmbad |
Die rechte Spalte zeigt das Muster: eine Leistung oder ein Merkmal wird zur Kategorie gemacht.
Der Weg zurück: Schritt für Schritt
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Die IST-Frage stellen
Schreiben Sie in einem Satz auf, was Ihr Betrieb ist – nicht was er anbietet. „Wir sind ein Pizzalieferdienst." Dieser Satz ist der Maßstab für alles Weitere.
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Hauptkategorie prüfen
Vergleichen Sie Ihre Hauptkategorie mit diesem Satz. Passt sie nicht, suchen Sie die spezifischste Kategorie, die den Satz trifft.
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Zusatzkategorien aufräumen
Entfernen Sie alles, was eine Leistung, ein Merkmal oder einen Wunsch beschreibt. Was übrig bleibt, soll den Betrieb als Ganzes beschreiben.
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Leistungen dort eintragen, wo sie hingehören
Alles, was Sie gestrichen haben, gehört ins Feld Leistungen – dort ist es ausdrücklich vorgesehen und hilft der Suche mehr als eine falsche Kategorie. Wie die übrigen Angaben zusammenpassen, zeigt die Übersicht der Sperrgründe.
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Erst dann Einspruch einlegen
Ein Einspruch prüft, er repariert nicht. Steht die falsche Kategorie beim Einreichen noch im Profil, bestätigt Google die Entscheidung mit derselben Begründung. Der Ablauf des Einspruchs setzt die Korrektur voraus.
Häufige Fragen
Wie viele Kategorien darf ein Google-Unternehmensprofil haben?
Google nennt keine feste Obergrenze, sondern eine Regel: so wenige wie möglich und so präzise wie möglich. In der Praxis reicht meist eine Hauptkategorie, ergänzt um wenige Zusatzkategorien, die den Betrieb als Ganzes beschreiben. Jede Kategorie, die nur eine einzelne Leistung abbildet, gehört ins Feld Leistungen.
Kann eine falsche Kategorie zur Sperrung führen?
Kategorien sind Teil der grundlegenden Richtlinien für Unternehmensprofile. Werden Kategorien als Keywords verwendet oder beschreiben sie den Betrieb nicht zutreffend, verstößt das Profil gegen diese Richtlinien – und Google behält sich vor, Profile bei Richtlinienverstößen zu sperren. Häufiger als eine sofortige Sperrung ist zunächst eine Ablehnung der Änderung.
Was ist der Unterschied zwischen Kategorie und Leistungen?
Die Kategorie beantwortet, was das Unternehmen ist. Leistungen beantworten, was es anbietet. „Fliesenleger" ist eine Kategorie, „Badsanierung" und „Fliesen verlegen" sind Leistungen. Wer beides vermischt, hat zu viele Kategorien und ein leeres Leistungsfeld.
Ändert Google meine Kategorie von selbst?
Google kann Kategorien anhand der Website und öffentlicher Informationen ableiten oder vorschlagen. Eine von Google vorgeschlagene Änderung ist kein Urteil über Ihren Betrieb – prüfen Sie sie trotzdem anhand der IST-Frage und der offiziellen Kategorieliste.
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Andere Sperrgründe im Überblick: Sperrgründe · Verwandt: Beschreibung und Nachweise vorbereiten. Und wenn noch unklar ist, welche Meldung vorliegt: alle neun Meldungen im Vergleich.