Diagnose in fünf Minuten
Welche Meldung sehen Sie –
und was folgt daraus?
Nicht jedes verschwundene Profil ist gesperrt. Die Meldung in Ihrem Konto entscheidet darüber, welcher Weg überhaupt der richtige ist. Wer hier falsch abbiegt, verliert Wochen – oder macht den Fall schlechter, als er war.
Die neun Meldungen im Vergleich
Profil gesperrt oder deaktiviert
SperreProfil betroffen
Google hat Ihr Unternehmensprofil wegen eines möglichen Richtlinienverstoßes aus der Suche genommen. Es liegt eine Entscheidung zum Profil vor, nicht zum Konto.
Richtlinienhinweis auswerten, betroffene Angaben prüfen, Nachweise sammeln, dann Einspruch.
Zum Einspruchsverfahren →Profil eingeschränkt
EinschränkungPrüfen, wo
Das Profil ist sichtbar, aber in seiner Funktion begrenzt – häufig im Zusammenhang mit einer ausstehenden Bestätigung oder einem offenen Prüfvorgang.
Prüfen, ob die Einschränkung am Profil oder am Konto hängt, und den angebotenen Weg abarbeiten.
Bestätigungsstatus einordnen →Konto eingeschränkt
KontoebeneNicht das Profil
Die Einschränkung betrifft das Google-Konto, mit dem Sie das Profil verwalten. Ein Einspruch zum Profil greift hier nicht.
Zuerst den für das Konto vorgesehenen Weg gehen, dann das Profil wieder ins Blickfeld nehmen.
Zur Kontoeinschränkung →Bestätigung erforderlich
VerifizierungKeine Sperre
Google verlangt eine erneute Bestätigung, häufig nach Änderungen an Name, Adresse oder Kategorie. Das ist ein Prüfschritt im Verfahren, keine Richtlinienentscheidung.
Die angebotene Methode vollständig vorbereiten. Welche Methode angeboten wird, entscheidet Google.
Nachweise vorbereiten →Änderung wird geprüft
PrüfungAbwarten
Ihre Bearbeitung steht in der Prüfung. In dieser Zeit kann das Profil vorübergehend anders oder unvollständig erscheinen.
Abwarten und nicht nachbessern. Weitere Änderungen starten die Prüfung erneut.
Zum Zeitrahmen →Profil erscheint als geschlossen
StatusKeine Sperre
Der Eintrag ist auf „geschlossen" oder „dauerhaft geschlossen" gesetzt – eine Statusangabe, keine Richtlinienentscheidung.
Status im Profil korrigieren, sofern der Betrieb weiterläuft. Nicht löschen, nicht neu anlegen.
Profil prüfen lassen →Profil nicht auffindbar
SichtbarkeitKeine Sperre
Der Eintrag existiert, wird aber nicht gefunden – durch Filter, einen anderen Suchort oder weil die Adresse ausgeblendet ist.
Im Konto nachsehen statt in der Suche zu suchen: Dort steht der tatsächliche Status.
Adresse und Einzugsgebiet →Kein Zugriff auf das Profil
BerechtigungKeine Sperre
Die Einladung ist abgelaufen, die Verwaltung wurde entzogen oder das Konto ist nicht mehr hinterlegt. Ein Zugriffsproblem, kein Richtlinienverstoß.
Berechtigung und Eigentümerstatus klären, bevor irgendetwas beantragt wird.
Zugriff klären →Doppelter Eintrag
DublettePrüfen, wo
Für dasselbe Unternehmen existiert mehr als ein Eintrag. Das kann eine Sperrung auslösen, muss aber nicht – entscheidend ist die Berechtigung je Eintrag.
Erst alle Einträge dokumentieren, dann Berechtigung prüfen, dann zusammenführen oder entfernen.
Zu doppelten Profilen →Die Einordnung folgt den öffentlichen Google-Hilfeseiten zu Sperrungen, Einschränkungen und Verifizierung. Welche Meldung in Ihrem Fall erscheint, kann Google nicht vorhersagen lassen – prüfen Sie deshalb die Meldung in Ihrem eigenen Konto, nicht die Beschreibung auf dieser Seite.
Die drei Verwechslungen, die am meisten Zeit kosten
- Profil und Konto sind zwei verschiedene Dinge
- Eine Kontoeinschränkung lässt sich nicht mit einem Profileinspruch lösen. Prüfen Sie zuerst, wo die Meldung erscheint: im Profil selbst oder beim Anmelden.
- Sichtbarkeit ist nicht Status
- Dass Sie Ihr Profil in der Suche nicht finden, sagt nichts über eine Sperre. Der Status steht im Konto – dort, wo Sie das Profil verwalten.
- Verifizierung ist keine Strafe
- Eine erneute Bestätigung ist ein normaler Vorgang, besonders nach Änderungen. Sie ist kein Hinweis darauf, dass Sie etwas falsch gemacht haben.
Was fast immer falsch ist
- Auf Verdacht Angaben ändern Wer während einer Prüfung Namen, Adresse und Kategorie gleichzeitig umstellt, produziert mehrere offene Baustellen. Ändern Sie nur, was nachweislich falsch ist.
- Ein zweites Profil anlegen Für dasselbe Unternehmen rät Google davon ab. Ein Zweiteintrag kann den ursprünglichen Fall zusätzlich belasten.
- Die Adresse löschen, statt sie auszublenden Bei einem Einsatzgebiet-Betrieb bleibt der Standort bestehen, die Adresse wird nur nicht öffentlich angezeigt.
- Mehrfach Einspruch einlegen Der Einspruch ist einmal vorgesehen. Mehrfache Einsprüche zum selben Fall machen die Bearbeitung nicht schneller.
Weiter im Verfahren
- Die neun Sperrgründe im Detail →Welche Angabe Google typischerweise beanstandet – und was zu prüfen ist.
- Nachweise vorbereiten →Was Sie bereitlegen sollten, bevor Sie einen Vorgang starten.
- Einspruch einlegen →Ablauf, Formulierung und was in den Text gehört.
- Wie lange dauert es? →Realistische Erwartungen statt Versprechen.