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Sperrgrund im Detail · Website und Telefonnummer

Sperrgrund Website und Telefon:
Wenn der Kontaktweg nicht zum Betrieb führt.

Google verlangt eine Website, die den konkreten Standort präsentiert, und eine Nummer, die unmittelbar das Unternehmen erreicht. Weiterleitungs-URLs, Callcenter und Sonderrufnummern sind ausdrücklich nicht zulässig – und in der Praxis ein häufiger, aber leicht übersehener Prüfpunkt.

Der Klassiker: die Tracking-Nummer aus der Werbung Wer Anzeigen schaltet, bekommt oft eine Messnummer, die Anrufe weiterleitet. Genau diese Weiterleitung schließt Google im Profil aus: Die Nummer muss unmittelbar vom Unternehmen verwaltet werden und den Betrieb direkt erreichen. Für das Profil gehört die echte Festnetznummer hinein, nicht die Messnummer.

Was Google für Website und Telefonnummer verlangt

Offizielle Grundlage: Grundlegende Richtlinien für Google Unternehmensprofile.

Warum das geprüft wird

Website und Telefonnummer sind die beiden Wege, über die ein Kunde nach dem Profil tatsächlich beim Betrieb landet. Ein Profil, dessen Nummer zu einem Callcenter führt oder dessen Website auf eine Sammelseite umleitet, erfüllt diesen Zweck nicht – der Eintrag verspricht einen Kontakt, den er nicht herstellt. Das ist ein Qualitätsproblem im Sinne der Richtlinie, kein Formfehler.

Praktisch fällt es vor allem in zwei Situationen auf: wenn ein Profil nach einer Änderung erneut geprüft wird, und wenn mehrere Profile denselben umgeleiteten Kontaktweg nutzen.

Nicht zulässig und besser

SituationNicht zulässigBesser
Werbe-Messnummer0800-Sammelnummer, die umleitetÖrtliche Festnetznummer des Standorts
Website-FeldLink auf Facebook- oder Instagram-ProfilEigene Seite, die den Standort zeigt
Mehrere StandorteAlle Profile auf dieselbe LandingpageJe Standort eine eigene Seite
AgenturbetreuungAgentur-Nummer nimmt Anrufe anNummer des Betriebs
Premium-Nummer0900- oder ähnliche SonderrufnummerNormale Orts- oder Mobilnummer

Der Weg zurück: Schritt für Schritt

  1. Nummer testen, nicht annehmen

    Rufen Sie die im Profil hinterlegte Nummer von einem fremden Telefon an. Wer nimmt ab? Wird weitergeleitet? Erreicht der Anruf den Standort, für den das Profil gilt?

  2. Website-Feld prüfen

    Öffnen Sie die hinterlegte URL im Inkognito-Fenster. Landen Sie auf einer Seite, die genau diesen Standort zeigt – oder auf einer Startseite, einem Social-Media-Profil oder einer Weiterleitung?

  3. Beides korrigieren

    Echte Standortnummer und standortbezogene Seite eintragen. Halten Sie das Änderungsdatum fest – es gehört in die Beschreibung des Einspruchs.

  4. Konsistenz mit Website und Impressum herstellen

    Dieselbe Nummer und dieselbe Adresse sollten auf Website, im Impressum und im Profil stehen. Abweichungen sind kein eigener Richtlinienverstoß, erschweren Google aber die Zuordnung. Wie die übrigen Angaben zusammenspielen, zeigt die Übersicht der Sperrgründe.

  5. Erst dann Einspruch einlegen

    Der Einspruch beantragt eine Prüfung des korrigierten Zustands. Bleibt die umgeleitete Nummer im Profil, ist die Begründung der Sperrung weiterhin zutreffend.

Wenn die Agentur das Profil verwaltet In vielen gesperrten Fällen hat eine Agentur das Profil eingerichtet und dabei die eigene Messnummer oder eine Sammel-Landingpage eingetragen – oft ohne Absicht, manchmal als Standardvorgehen. Prüfen Sie das, bevor Sie den Einspruch einreichen: Eine Nummer, die nicht dem Betrieb gehört, kann auch nach einer erfolgreichen Reaktivierung wieder zum Problem werden. Lassen Sie sich die Zugriffsrechte übertragen, bevor Sie Änderungen vornehmen.

Häufige Fragen

Darf im Google-Profil eine 0800-Nummer stehen?

Google schließt Sonderrufnummern unabhängig von der Höhe der Gebühren aus und empfiehlt nach Möglichkeit eine örtliche Nummer. Eine 0800-Nummer ist zwar für den Anrufer kostenlos, aber keine Ortsnummer – und wenn sie zusätzlich auf ein Callcenter oder eine Weiterleitung führt, verstößt sie gleich doppelt gegen die Richtlinie.

Kann ich als Website meine Facebook-Seite eintragen?

Nein. Google verbietet ausdrücklich URLs, über die Nutzer auf Landingpages oder Social-Media-Seiten weitergeleitet werden. Verlangt ist eine Website, auf der der konkrete Unternehmensstandort präsentiert wird. Eine eigene Seite – und sei sie klein – erfüllt das besser als ein Social-Media-Profil.

Warum ist meine Tracking-Nummer ein Problem?

Weil sie nicht unmittelbar vom Unternehmen verwaltet wird und den Anrufer nicht direkt mit dem Betrieb verbindet, sondern mit einem zwischengeschalteten Dienst. Google verlangt, dass die Telefonnummer unmittelbar vom Unternehmen verwaltet wird. Für Werbezwecke kann die Messnummer bleiben – im Profil gehört sie nicht hin.

Führt eine falsche Telefonnummer allein zur Sperrung?

Ein einzelner falscher Kontaktweg ist selten der einzige Grund. Er wird aber Teil der Gesamtprüfung, wenn ein Profil ohnehin beanstandet wurde – und er schwächt die Begründung im Einspruch, weil ein Teil der Angaben weiterhin nicht den Tatsachen entspricht. Deshalb gehört er vor dem Einspruch korrigiert.

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